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Mein Gartengezwitscher

Unser Garten ist ein Eldorado für die umliegende Fauna. Vögel, die auf der Durchreise nach Süden sind, machen hier kurz Rast. Wintergäste wie die Rotamsel bleiben bis zum Frühjahr. Hier habe ich mal die Dauergäste eingestellt die mich jeden Tag erfreuen.

Ein Kuckuck?

War es ein Kuckuck was er hier groß fütterte? Der Jungvogel saß dick im Loch drin und schrie den ganzen Tag nach Futter. Etwas argwöhnisch blickt der Star. Eines Tages stand der Star mit seinem Schnabel voll Futter vor dem leeren Loch! Der Jungvogel war plötzlich ausgeflogen und zurück blieben die verdutzten, werweisten Stareneltern.

 

 

So schaut es aus wenn der Star seine Jungen füttert. Sie strecken ihre langen Hälsen mit weit geöffnetem Schnabel dem Elternvogel entgegen. Es ist  ein Gedrängel und Gerangel um den besten Platz. Das dritte Junge wird verdrängt. Die Stareltern verteilen das Futter gerecht. Jeder bekommt ein Häppchen. Auch das 3. Junge. Die Jungbrut auf dem Bild haben alle wohlgenährt das Nest verlassen.

Im Hochzeitfederkleid auf Brautsuche

Ein Star im Hochzeitsgefieder. Nicht immer ist alles gut verlaufen. Einmal hat er wärend der Jungenaufzucht seine Partnerin verloren und er musste die hungrigen Jungvögel alleine aufziehen. Mit viel Einsatz hat er alle groß bekommen.

2012 war es so naßkalt, dass seine Brut fast flügge es dennoch nicht geschafft hat und verstarb. Er fand durch die kühle, nasse Witterung einfach nicht genügend Futter.

 


Spechte

Mittelspechtweibchen haben einen roten Bürzel. Hier hat auch das Weibchen eine schöne Zeichnung. Nur der rote Schopf fehlt ihr.

Mittelspechte sind kleiner als Buntspechte und sie benötigen mehr als ander Vögel eine intakte Umwelt. Sie mögen Weichfutter und gehen auch gerne an den Meisenknödel.

Der Kleiber ist Einzigartig. Er bezieht gerne Spechthölen wobei er das Einflugloch verkleinert indem er es  verklebt (ver-kleibt) daher der Name Kleiber. Anders als der Specht oder Baumläufer, welche sich ruckartig am Baum hoch bewegen, kann der Kleiber kopfüber am Baumstamm entlang laufen.

Finken

Er ist der größe Fink unter den Finken. Es ist der Königsfink. Er kann mit seinem stabilem Schnabel Kirschkerne aufbeißen was ihm den Namen Kernbeißer gab.

 

Der Gimpel oder Dompfaff ist ein Waldvogel und vorzugsweise in Fichtenschonungen anzutreffen. Gimpel sind reine Vegetarier und ernähren sich von Fichten- und Wildkräutersamen. Er lebt sehr treu in Dauerehe. Die Brutstelle wird gemeinsam ausgesucht und liegt in dichten Fichten, Tannen oder Gebüsch. Das er hier in unseren hochgewachsenen Koniferen brütet hat mich sehr gefreut.

Der Grünfink lebt auch gerne in der Stadt. Er mag Beeren, Knospen und Sämereien. Im Jahr 2009 gab es einen schlimmen Befall von Trichomonaden an dem vor allem in Norddeutschland viele Grünfinken starben.

Meisen

Die Familien der "Meisen" umfasst sehr viele unterschiedliche Arten. Sie gehören zur Gattung der Finken- und Singvögel. 

Die Blaumeise ist mit 12 cm deutlich kleiner als die Kohlmeise. Alle Meisen sind Höhlenbrüther. Deshalb wird der Blaumeise oft von größeren Meisen das Nest streitig gemacht. Bei uns hat sie einen Brutkasten mit einem kleinem Einflugloch vorgefunden durch das nur sie paßt. Die größer Kohlmeise hat auch eine Brutkasten bei uns gefunden. Er hängt geschützt unter dem Vordach. So kommen sich die beiden Arten nicht in die Quere.

Aus der Art geschlagen sind Schwanzmeisen. Sie sind sehr sozial, leben in Gruppen und unterstützen sich gegenseite bei der Brutpflege. Ihr Gelege ähnelt dem der Goldhähnchen und nicht dem der Meisen.

Die Haubenmeisen sind die Spechte unter den Meisen. In morchen Bäumen zimmert sie sich die Bruthöhle. Das Gelege von 4-8 gefleckten Eiern wird ca. 2 Wochen lang bebrütet.

Sumpfmeise oder Weidenmeisen sind treu. Die kleinen Meisen mit knapp 12 cm und 9 Gr. sind Standorttreu und pflegen eine monogame Dauerehe die bis zu 4 Jahren andauern kann.

Tannenmeisen können auch in Erdspalten, Erdhöhlen oder Felsenhöhlen brüten. Ihr Bestand hängt von Fichtensamen ab. Bei hoher Populationsdichte wandern sie ab. Sie besiedeln Regionen bis an die Baumgrenze.

Sperlingsvögel

Es gibt 11 verschieden Sperlingsvögel, die landläufig als "Spatz" bezeinet werden. Sie gehören zu den Singvögel. Der hier gezeigte Vogel ist ein Feldsperling. Sein naher Verandter ist der Haussperling. Im Gegensatz zum Haussperling ist der Feldsperling klarer gezeichnet und auch schlanker. Zu unterscheiden sind sie an dem weißen Halsring der nur der Feldsperling hat.

 

 

Der Zaunkönig gehört auch zur Sperlingsfamilie. Er ist ein melodicher Singvogel. Sein Gesang setzt sich aus etwa 130 verschiedenen Lauten zusammen. Als Einzigster singt er auch lebhaft im Winter.

Zu den kleinen Vogellieblingen gehört ganz sicher auch das Rotkehlchen. Es gehört zur Gattung der Fliegenschnäpper.

Der Baumläufer mit seinem Pinzettenschnabel kann in die kleinsten Rindenspalten kommen um da sein Futter zu finden.

Amseln sind (noch) keine gefährdete Art. Das Usutu-Virus hat in den beiden letzten Jahren die Hälfte der hier lebenden Amseln getötet. Usutus-Vieren werden von Stechmücken übertragen. Das aus Afrika stammende Virus wird auch in diesem Jahr erneut für ein Amselsterben sorgen.

Sehr scheu ist die Elster mit iherm metallischem Gefieder. Man kan es ihr nicht verdenken. In früheren Zeiten hat man von unten in ihre Nester geschossen. Zum Glück macht man das heute nicht mehr.

Auch er ist ein Vertreter der Sperlingsvögel. Der Eichelhäher legt über das Jahr Vorräte für den Winter an. Im Winer wird er an der Futterstelle zum Erdnusshäher. Da wandern schon mal 5-6 Erdnüsse in den Kropf.

Habichtsvögel

Ich staunte nicht schlecht als sich der große Vogel an den Futterplatz setzte. Der Mäusebussard gehört zur Familie der Habischtsvögel. Es war der harte Winter 2010/2011. Er tat mir richtig leid, dass er nichts für sich an dem Futterplatz fand. Eine Putenkeule hätte alles gehabt, was er bebraucht hätte. Dennoch ist er nicht verhungert, hat er doch ein paar streitbare Amseln überraschen können und eine davon gegriffen.

Schon im Sommer war er als Jungvogel in unserem Garten gelandet und hat mich am Fenster stehen sehen. Wenn ein Winter mal wieder so kalt und schneereich werden sollte, dann wird er auch etwas zum Fressen für sich finden. Hühnerklein ist auf jeden Fall etwas, womit man seinen Hunger lindern kann.

Greifvögel

Der Sperber. Gut versteckt lauert er auf sein Opfer. Ganz still sitzt er im Gestrüb zwischen Gartenmauer, Zaun und Kirschbaum. Blitzschnell hat er plötzlich seine Beute geschlagen.

 

 

Gesättigt kann er sich nun in aller Größe präsentieren und sein Gefieder strecken.

Seinen Kopf kann er fast um 180° drehen

Diesen Fischreiher haben wir am 25. Feb. 2017 auf unserem Hausdach erblickt.

Sie sind eher am Mittelmeer beheimatet und nicht im kalten Norden.

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Kommentare

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  • Trixi (Donnerstag, 30. März 2017 12:22)

    Das ist ja eine wunderbare Sammmlung.

  • Ingo Bertram (Samstag, 24. Januar 2015 22:10)

    Du wohnt wohl in Waldnähe oder? In der Stadt sieht man die meisten der hier gezeigten Vögel gar nicht. Noch nicht mal im Park.

  • Lana (Montag, 19. Januar 2015 15:51)

    So viel verschieden Arten hast Du hier gezeigt und beschrieben. Respekt!

  • Kerstin (Donnerstag, 15. Januar 2015 23:00)

    Einfach fabelhaft so viel verschiedene Vögel auf einer Seite zu sehen.

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